Deutsch und Ich. 30 Jahre zurück…

Weil gerade die Zeugnisverteilung meiner Kinder ansteht, musste ich heute wieder an meine Schulzeit denken. Daran, welche Fächer ich damals in der Schule mochte und welche nicht. Hassen und lieben wäre übertrieben, so nah ging mir die Schule – dem Universum sei Dank – nicht…😉

Ich gestehe: Ich mochte Deutsch nicht.

Es war das Hauptfach, das ich am allerwenigsten mochte. Denn es war anstrengend für mich. Obwohl ich recht gut war, zumindest in Rechtschreibung und Grammatik.

Was ich wirklich gar nicht leiden konnte, war ellenlanges Schreiben: Aufsätze und Diskussionen zu literarischen Werken. Dicke Wälzer lesen. Darüber Gedanken machen. Brr. Die Deutsch-Matura war für mich das Schlimmste der ganzen Schulzeit. Ich lese heute noch keine „Klassiker“. Kein Schiller, kein Goethe, keine griechischen Heldensagen. Das ist mir ganz ehrlich viel zu mühsam! Darunter fällt auch alles, wozu meine Mutter sagte: „Kind, das SOLLTEST du auch mal lesen.“ Hab‘ ich nicht. Bis heute nicht. (Ich vermeide es, so etwas zu meinen Kindern zu sagen, und meine Tochter liest die griechischen Sagen freiwillig…)

Was ich mag, ist: Klare, einfache Alltagssprache, die mich berührt.

Was ich mag, ist, in Wörter hineinspüren, woher sie kommen, welche verschiedenen Bedeutungen sie haben, was sie mir sagen wollen. Was ich faszinierend finde, ist Wörter etymologisch zurück und in andere Sprachen zu verfolgen.

Was ich liebe, ist: Sätze zu zerlegen und sie griffig machen. Was ich geil finde, ist, Texte mit ein paar Verschiebungen, kleinen Umbauten cool, klar und bewegend werden zu lassen.

Was ich am liebsten lese: Biografien und spannende Lebensgeschichten. In einem Stil, der mich nicht anstrengt, sondern mitzieht. Ich geb’s zu: Ich mag gute Belletristik. Und Texte mit Ironie, die mich zum Lachen bringen. Wer mich kennt, weiß: Ein bisserl Sarkasmus darf sein.

Gutes Texten hat nicht so viel mit Deutsch aus der Schule zu tun:

Warum ich dir das erzähle? Um dir zu zeigen, dass gutes Texten nichts damit zu tun hat, ob Deutsch in der Schule schon dein Lieblingsfach war und Deutsch-Schularbeiten dir viel leichter gefallen sind als Mathe.

Ganz im Gegenteil: Das kann sogar eher hinderlich sein. Denn dann kommt es vor, dass Blogartikel wie Schulaufsätze klingen. Mit epischen Einleitungen und komplizierten, wissenschaftlich klingenden Sätzen, dafür garantiert ohne Wortwiederholung. Erinnerst du dich an das rot unterstrichene mit WW gekennzeichnete Wort? Uuuaaaah…. Sogar mein 3. Klasse-VS-Kind ist schon auf WW-Vermeidung getrimmt!

Muss man Deutsch in der Schule gemocht haben, um gute Texte schreiben zu können?

Ganz klar: Nein!

Was ich dir mitgeben will: Texte schreiben fürs Business kannst du lernen. Das ist kein Hexenwerk und keine Zauberei. Sondern:

Schreiben fürs Business ist 75 % Handwerk und 25% Gespür, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit
Plus eine kräftige Prise Logik. Die ist wichtig! (Ich mochte Mathe 😉 )

Das heißt: Du kannst Texten üben. Du musst sogar Texten üben, wenn du langfristig gute Texte für dein Herzensbusiness schreiben willst. Das ist wie kochen und backen: Nur wer mehrmals pro Woche am Herd steht, dem geht das Alltagsgekoche und der einfache Obstkuchen irgendwann flüssig von der Hand. Ich weiß, wovon ich spreche: Vor allem mit Backen. Dafür bin ich nämlich echt nicht geboren! Mehr über meine persönlichen Back-Katastrophen findest du am Blog… 😊

Willst du besser texten lernen und üben? Das geht!

Wenn ja, bleib dran: In den nächsten Wochen über den Sommer gebe ich dir 7 Tipps, wie du besser texten lernen kannst. Einfache, verständliche, praktische Anleitungen, immer mit ein bisschen Spaß dabei. Dann bleibt es besser hängen! Abonnier rechts oben meinen Blog und du bekommst die Artikel frei Haus geliefert. Oder klick dich direkt am Blog durch.

Du musst nicht selbst schreiben, wenn du nicht willst!

Ich sage aber auch: Du musst nicht selbst schreiben. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die meinen, Texten können ist Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiches Einzelunternehmerinnentum.

Ich finde: Jeder soll das tun, was er mag, kann, gerne tut. Was man braucht, aber nicht mag, kann jemand andres tun, die oder der es liebt. So werden beide glücklich. ❤

Ich habe gerade eine Menge an täglicher Designarbeit an jemanden vergeben, die das sehr gerne macht. Ich hasse es. Ich kann Bilder nicht. Ich mag Rumgepfrümmel in Canva nicht. Es nervt mich tierisch. Auch wenn ich es, dank Corona, mittlerweile schon halbwegs beherrsche.

Ja, es kostet Geld! Aber es bringt Zeit und Energie ist und macht glücklich! Außerdem bin ich überzeugt: Nur wenn ich Geld ausgebe, kommt es auch zu mir. Aber das ist eine andere Geschichte…

Wünschst du dir Unterstützung beim Texten? Dafür bin ich da! Ganz gleich, ob ich für dich schreibe, deine Texte überarbeite oder dich durch deinen Text coache. Schreib mir einfach ein E-Mail an celine@textemitziel.at.

Bis gleich! 😊

Deine Website-Texterin Céline

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