SEO-Keywords: Welche, wie viele, woher nehmen, wie verwenden?

Wenn es um Suchmaschinenoptimierung von Texten geht – und das tut es fast immer, sobald ich mit meinen KundInnen Texte für ihre Website oder ihren Blog schreibe – kommen wir schnell zum Thema Keywords. Ich merke immer wieder, dass hier gerade bei Frauen, die frisch in ihr Business starten oder zumindest neu ihre Website schreiben oder texten lassen wollen, ähnliche Fragen auftauchen: Diese Fragen rund um

• SEO-Keywords,
• was Keywords sind,
• wie viele Keywords Du pro Text idealerweise verwenden sollst oder unterbringen kannst,
• wie Du diese Keywords findest,
• welche Tools Dich bei der Keyword-Suche unterstützen,
• und welche die besten Keywords für Dich sind,

beantworte ich Dir in diesem Artikel. Fangen wir an!

SEO-Keywords: Welche, wie viele, wie du sie findest und verwendest.

Keywords: Was ist das?

Ein Keyword ist das einzelne Wort oder die Wortgruppe, die jemand in eine Suchmaschine eintippt, um etwas zu suchen oder eine Antwort auf eine Frage zu finden – also ein Suchbegriff.

Wenn mehrere Wörter eingegeben werden (was meistens der Fall ist), spricht man von einer Keyword-Phrase oder einem Longtail-Keyword.

Nehmen wir ein klassisches Beispiel: Sagen wir, Du hast immer wieder Rückenschmerzen und willst Dich generell darüber informieren.

Dann gibst Du einfach mal nur „Rückenschmerzen“ in Google ein. Das Keyword ist: „Rückenschmerzen“.

Wenn Du spezifischere Schmerzen hast, gibst Du vielleicht ein: „Rückenschmerzen oberer Rücken“, „Rückenschmerzen mittlerer Rücken“, „Rückenschmerzen Lendenwirbel“ etc. Das sind dann Keyword Phrasen oder Longtail-Keywords.

Keywords können auch als Fragen formuliert sein: Wenn Du gerade akut Schmerzen hast und dringend jetzt und gleich Hilfe dazu brauchst, gibst Du vielleicht ein: „Rückenschmerzen was hilft schnell“.

Wenn Du vermutest, Dein Bett ist schuld an den Rückenschmerzen, gibst Du ein: „Rückenschmerzen welches Bett“.

Du siehst schon, es gibt vermutlich hunderte Suchbegriffe zu Deinem Thema!

Wozu musst Du die Keywords zu Deinem Thema kennen?

Nur wenn Du genau weißt, wonach Menschen suchen, die Du gerne als KundInnen haben möchtest, kannst Du diese Suchvorgänge entsprechend beantworten!

Dazu gibt es 2 Aspekte zu beachten:

1) Konkret: Je konkreter Du den oder die Suchbegriffe kennst, umso spezifischer kannst Du darauf reagieren und umso höher ist die Chance, dass Du von Google zu genau diesem Begrifft weit vorne angezeigt (höher gerankt) wirst.

2) Konkurrenz: Je größer die Konkurrenz an Beiträgen und Seiten im Internet zu Deinem Thema bereits ist, desto schwieriger ist es für Deinen Text, Sichtbarkeit zu bekommen. Das heißt im Umkehrschluss, gibt es noch wenig Info zu Deinem Thema im Netz, kannst Du es Dir leisten ungenauer zu agieren um sichtbar zu werden. Gibt es viel Konkurrenz, musst Du spezifisch werden, um nicht auf Seite 6 der angezeigten Seiten zu landen, die niemand mehr anschaut.

Rückenschmerzen ist ein Thema, das naturgemäß sehr viel Konkurrenz hat. Das heißt: Wenn Du Deinen Text nur auf den einzelnen Begriff „Rückenschmerzen“ ausrichtest, wirst Du vermutlich kaum Sichtbarkeit erreichen. Wenn Du Dich auf Beratung zu Matratzen spezialisierst und als Keyword „Rückenschmerzen Matratze“ wählst, hast Du größere Chancen gesehen zu werden.

Wann suchst Du Keywords?

Das ist eine wichtige Frage: Ich erlebe immer wieder, dass Menschen zuerst Texte schreiben und sie dann „suchmaschinenoptimieren“ wollen. Nach dem, was Du bis hierher schon gelesen hast, kannst Du Dir vielleicht vorstellen, dass das schlecht bis gar nicht funktioniert. Denn nur, wenn Du weißt, was gesucht wird, kannst Du Deinen Text genau darauf ausrichten.

Deshalb Regel #1: Suche Deine Keywords, bevor Du Deinen Text zu schreiben beginnst!

Welche Keyword-Tools unterstützen Dich?

„Ja, wie finde ich denn bloß diese Keywords?!“

Ich weiß, das ist gar nicht so einfach. Zuerst mal: Schlüpfe in die Schuhe Deiner KundInnen. Wonach, glaubst Du, würden sie suchen? Wenn möglich: Frag sie! Wie haben sie denn Dich gefunden? Haben sie gegoogelt? Was würden sie googeln?

Dann gibt es Tools, die Dich unterstützen und auf Ideen bringen. Denn oft denken wir ganz anders als unsere KundInnen…

Beginn bei Google selbst: Gib ein Wort ein, das zu dem Problem oder der Lösung (dazu komme ich gleich noch!) passt und schau, was die Ausfüllhilfe Dir vorschlägt:

Da bekommst Du schon mal die häufigsten Begriffe vorgeschlagen. Damit kannst Du Dich spielen und entweder andere Ausgangswörter verwenden oder immer konkreter werden.

Wähle Dir dann einen Begriff aus und schau unter die Ergebnisliste. Da siehst Du, was andere Menschen in Zusammenhang mit der einen Suchphrase noch gesucht haben:

Ideen zu Keywords erhältst Du auch von Answer the public: https://answerthepublic.com/ (eingeschränkt kostenlos). Das Ergebnis für Rückenschmerzen sieht da so aus:

So sammelst Du ganz viele verschiedene mögliche Keywords.

Welche sind die richtigen / die besten Keywords?

Die richtigen oder besten Keywords sind die, die perfekt zum Problem Deiner KundInnen und zu Deiner Leistung/Information/Lösung passen, wenig Konkurrenz haben, aber oft gesucht werden.

Die eierlegende Wollmichsau, also. Ich sag gleich: Gibt’s nur, wenn plötzlich viele Menschen ein Problem haben, für das es noch ganz wenig Lösung im Internet gibt. Also fast nie.

Was Dir bei der Entscheidung aber hilft, ist zumindest zu wissen:

Wie viele Menschen suchen danach?

Wie groß ist die Konkurrenz?

Diese beiden Fragen beantworten Dir folgende einfache Tools, wie z. B.
https://www.keyword-tools.org/ (kostenlos)
Ubersuggest: www.ubersuggest.com (eingeschränkt kostenlos)
KWFinder: https://kwfinder.com (eingeschränkt kostenlos)

Denn wenn der Begriff zwar perfekt zu Dir passt, aber kaum jemals gesucht wird, nützt die Optimierung darauf hin nichts. Wenn die Konkurrenz riesig ist, wird es schwerer sichtbar zu sein (aber nicht unmöglich!).

Es lohnt sich hier genau zu schauen. Zum Beispiel, wenn es um Rückenschmerzen im unteren Rücken geht, gibt es folgende Suchbegriffe:

Rückenschmerzen unterer Rücken

Rückenschmerzen im unteren Rücken

Was Du hier siehst, ist die Anzeige des Tools Ubersuggest. Das verwende ich. Die anderen Tools sehen ähnlich aus. Du siehst, das monatliche Suchvolumen ist einmal 1000 (juhuu, super gut!), hat aber eine „SEO Difficulty“, d .h. eine Konkurrenz von 62. Das ist ein Faktor zwischen 0 und 100, den das Tool errechnet. Und wird gelb angezeigt. Das spricht schon für nicht ganz so leicht, hier sichtbar zu werden.

Beim anderen Suchbegriff ist das Suchvolumen „nur“ 110 im Monat (was ich gar nicht so schlecht finde, alles rund um Website-Texte liegt deutlich darunter 😉 ). Dafür liegt der Konkurrenz-Faktor nur bei 14!

Es ist immer Deine Entscheidung, was Du wählst. Ich würde hier für den unteren Begriff voten, denn wenn Du bei 110 Suchanfragen im Monat auf Seite 1 oder 2 erscheinst (das ist möglich) dann bringt Dir das bei entsprechend gutem Text wahrscheinlich mehr LeserInnen, als wenn Du beim anderen Begriff, der 1000 Mal gesucht wird, erst weiter hinten auftauchst. Denn wer klickt schon weiter, als bis maximal auf Seite 2?

Wenn Du diese beiden Suchbegriffe parallel auf Google eingibst, siehst Du, dass zwar die Seite 1 der Suchergebnisse noch fast ident ist, mit einigen etablierten Seiten, auf Seite 2 kommen aber tatsächlich schon unterschiedliche Ergebnisse.

Welche Keywords verwendest Du jetzt aus dieser Liste? Möglichst viele? Nur eines? Ein paar? Und welche genau?

Wichtig ist: Du solltest einen Text nur auf eine Fragestellung hin optimieren. Denn Google zeigt immer das an, was die Frage des Suchenden möglichst gut (wie auch immer Google „gut“ in dem Moment definiert) beantwortet. Beantwortest Du zu viel, kann das unspezifisch wirken.

Daher Regel #2: Definiere pro einzelnem Text (also pro URL) EIN Hauptkeyword.

Nur, ob das jetzt eine große Fragestellung oder eine kleine ist, entscheidest wiederum Du (mit allen Aspekten rund um Suchvolumen und Konkurrenz im Blick).

Willst Du ein umfassendes Bild über Problem und mögliche Lösungen zu „Rückenschmerzen oberer Rücken“ geben, dann ist das Dein Haupt-Keyword.

Zusätzlich such Dir Synonyme, spezifischere und verwandte Begriffe oder Fragen aus Deiner Liste, die Du rund um das Keyword beantwortest. Wie zum Beispiel solche oben aus der Vorschlagsliste von Google.

Synonyme sind z. B.: „Rückenschmerzen im Brustwirbelbereich“, „Schmerzen obere Wirbelsäule“

Spezifischere Begriffe sind z. B.: Schmerzen oberer Rücken Schulterblatt

Stell Dir das vor wie einen Baum: Dein Hauptkeyword ist entweder die Spitze des Baumes, die großen Äste liefern Dir Futter. Oder ein spezieller Ast ist Dein Hauptkeyword und Du schreibst darüber und die kleineren Äste.

Je kleiner der Ast wird, der Dein Hauptkeyword ist, desto spezifischer und genauer wird Dein Text und desto kleiner sind – vermutlich – Suchvolumen aber auch Konkurrenz.

Klar?

Problem oder Lösung?

Suchst Du Keywords, stellt sich immer die Frage: Suchen meine KundInnen nach dem Problem oder der Lösung? Also suchen sie nach Rückenschmerzen oder nach Shiatsu (wenn Du Shiatsu-Praktikerin bist)?

Das hängt von 2 Faktoren ab:

1) Wie ticken diese Menschen? Man sagt ja, dass in unseren Breiten eher das Problem gesucht wird, im angloamerikanischen Raum eher nach der Lösung. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber gefühlsmäßig empfinde ich das auch so.

2) Wissen die Menschen, die Du ansprechen willst, überhaupt schon, dass es diese Lösung gibt (sind sie „solution aware“)? Das hängt wiederum von Deiner Zielgruppe ab.

Wann funktioniert SEO über Keywords besser, wann weniger gut?

Du siehst, Suchmaschinenoptimierung über Keywords zu betreiben, ist keine Schwarz-Weiß-Wissenschaft. Es ist auch kein „Drüberzuckern“, nachdem Dein Text fertig ist, sondern braucht viele Gedanken vorab.

Einfach nur „gefunden werden wollen“ ohne zu definieren, womit und wozu, funktioniert nicht.

Wenn Du jetzt vor der Aufgabe stehst, Deine ganze Website so zu texten, dass sie Dein bester Google-Verkaufsassistent wird, heißt das: Je spezifischer, je „nischiger“ Du Dich aufstellst, desto besser wird SEO funktionieren. Nur ist das gerade für uns Dienstleister nicht so einfach. Denn keine Shiatsu-Praktikerin behandelt ausschließlich Rückenschmerzen, keine Psychotherapeutin ausschließlich Traumata.

Ich arbeite gerade für eine Kundin, die ENWAKO-Training anbieten wird. Das Problem: Diese Lösung ist fast niemandem bekannt. Diese Trainingsform ist besonders geeignet für Kinder und Erwachsene mit Lernproblemen, Legasthenie, LRS, Reflexintegrationsproblemen, motorischen Problemen usw. – ein weites Problemfeld! Die Probleme kennen vor allem Mütter von Kindern, die damit zu kämpfen haben; die Lösung kennen sie kaum. ENWAKO wird in Österreich gerade mal 10 Mal pro Monat gegoogelt. Hier hilft nur problembezogenes SEO und in Folge Bekanntmachung der Methode. Je bekannter sie wird, um so eher wird sie gegoogelt.

Wenn das Problemfeld ein weites ist, ist problembezogenes SEO für Angebotsseiten schwierig. Lösungsbezogenes SEO geht einfacher, denn z. B. auf „Shiatsu 1130 Wien“ zu optimieren ist leicht.

Was hilft, und was ich meinen Kundinnen immer empfehle, die ihre LieblingskundInnen über Google erreichen wollen, ist Bloggen: Denn in jedem Blogartikel hast Du neu die Chance, einen ganz bestimmten Problem-Suchbegriff zu besetzen. Das empfehle ich auch meiner ENWAKO-Kundin.

WICHTIG: Gute Keywords alleine reichen nicht

Du hast jetzt Deine Keywords erarbeitet und Du weißt, wo, also in welchen Texten, Du sie einsetzen wirst.

Doch das allein reicht noch nicht. Was Du jetzt noch brauchst:

1) Einen Text, der das Problem Deiner KundInnen löst, und zwar so, dass Google merkt, dass das eine gute Lösung ist, also kundenorientiert und suchmaschinenoptimiert. Dazu zählen auch weiterführende Links, Videos, Bilder, Infografiken, usw.

Auch häufige Fragen & Antworten sind ein gutes Mittel, um rund um ein Thema allumfassend aufzubereiten und Google happy zu machen. 🙂

2) Eine logisch aufgebaute und gut strukturierte Website, die LeserInnen Google an der Hand nimmt und durchführt.

3) Eine sauber programmierte Website mit niedriger Ladegeschwindigkeit (das mag Tante Google wirklich!). Diese kannst Du hier testen und erhält zugleich Empfehlungen: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

4) Eine Website, die auch und gerade auf mobilen Endgeräten optimal dargestellt wird (responsives Webdesign). Tools wie https://responsivedesignchecker.com zeigen Dir Optimierungspotentiale.

Fazit zu Keyword-Suche und Entscheidung

1) Überlege Dir genau, wer Deine Zielgruppe ist und wie sie tickt bzw. sucht.

2) Mach Dir einen Keyword-Baum (oder eine Mind Map) und clustere Begriffe.

3) Wähle für jede einzelne Seite Deiner Website und Deines Blogs einen Hauptbegriff aus, der so spezifisch ist, wie es an der Stelle für Deine Seite eben sinnvoll ist.

Und ganz wichtig:

Regel#3: Schreibe nie (nur) für Google, sondern immer für Deine KundInnen.

Die Suchbegriffe sollen Dir nur eine Stütze sein, dass Du nicht irgendwelche Wörter verwendest, sondern eben die, die gesucht werden. Aber Ziel ist immer ein Gespräch mit Deiner absoluten Lieblingskundin! Denn kein Klick auf einen Link auf Google nützt Dir was, wenn der Text Deine/n KundIn nicht in Kopf und Herz erreicht.

Wünschst Du Dir eine Sparring-Partnerin, die mit Dir gemeinsam, oder für Dich, solche Texte erarbeitet – für Deine KundInnen? Ich liebe es, Frauen auf diesem Weg zu begleiten und Texte hervorzuzaubern, die Dein Herz höherschlagen lassen! Hier liest Du, wie Du mit mir Deine Website oder Deinen Blog texten kannst.

Ich wünsch’ Dir viel Spaß bei der Keyword-Suche!

Deine Website-Texterin und Text-Coachin aus Wien,

Céline Tüyeni. Texterin für Frauen, die mit ihrem Herzensbusiness Erfolg haben willen

PS: Wenn Du die Keyword-Suche professionell auslagern willst, weil es Dir einfach wichtig und eine Herzensangelegenheit ist, von Anfang an auf Google & Co gut perfekt aufgestellt zu sein, und weil Du langfristig Google als Kundenquelle effizient nutzen willst, empfehle ich Dir eine Keyword-Analyse von Michael Mangl mangooo.at . Michael analysiert Dein Business mit Dir genau und kennt alle Kniffe, wie er zu Deinen idealen Keywords kommt. Er hat auch diesen Blogartikel gegengecheckt.

 

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