Eigenen Blog erstellen: Wozu tu ich mir das an?

Wenn ich mit Frauen arbeite, um Texte für ihre Herzensbusiness-Website zu erstellen, stelle ich immer diese Frage: „Willst Du auch einen eigenen Blog erstellen?“

Meistens ernte ich eher Zurückhaltung. Aussagen wie

 „Nein, das tu ich mir nicht auch noch an!“
„Puuh, würde ich ja gerne, aber wie soll ich das auch noch schaffen?“
„Was bringt mir das?“
„Was soll ich denn da schreiben?“
„Nein, ich mag gar nicht gerne schreiben!“

Ganz ehrlich: Ich verstehe das gut. Gerade wenn frau am  Anfang steht und endlich sichtbar werden möchte mit dem, was sie der Welt anbietet, wirkt ein Blog als zusätzliche Bürde. Das lässt sich auch nicht schönreden: Bloggen ist Arbeit und braucht Zeit.

 Schauen wir uns an, warum es überhaupt sinnvoll sein kann, darüber nachzudenken, mit einem Blog zu starten:

Eigenen Blog erstellen: Wozu tu ich mir das an?

Welche Ziele kannst Du mit einem Blog erreichen?

Um zu entscheiden, ob Blog schreiben für Dich eine Überlegung wert ist, ist es wichtig zu wissen, was Du damit erreichen kannst und ob es Alternativen gibt, mit denen Du das Gleiche erreichen kannst.

Ziel 1: Du zeigst Dich als Expertin und wirst „spürbar“

Zu bloggen über Themen, die für Deine Arbeit wichtig sind, gibt Dir unendlich viel Raum zu zeigen, was Du drauf hast: Welche Erfahrungen kannst Du an Deine KundInnen weiter geben? Welche Probleme kannst Du wie lösen? Wie können LeserInnen mit Deiner Hilfe kleinere Probleme selbst lösen?

 Auf Deiner Website, Deinen Angebotsseiten, geht es hauptsächlich um die Bedürfnisse Deiner potenziellen KundInnen und wie Dein Angebot diese Bedürfnisse deckt. Da hast Du nicht unendlich Raum, um Dein ganzes Können & Wissen spürbar zu machen.

Im Blog kannst Du inhaltlich wertvollen Content verschenken und lieferst über Deine Sprache und Herangehensweise Anknüpfungspunkte, die zusätzlich Vertrauen zu Dir entstehen lassen. Über Deinen Blog können Dich Interessenten besser kennenlernen und fühlen, ob ihr zueinander passt. Er schenkt Dir mehr Glaubwürdigkeit.

Ziel 2: Du wirst besser in Google & Co gefunden

Wenn Du KundInnen über Suchmaschinen bekommen möchtest, klappt das nur, wenn Du in Suchmaschinen gefunden wirst. Und zwar über die Begriffe, die Deine KundInnen eingeben.

Auf Deiner Website ist die Anzahl an Keywords oder Suchbegriffen, auf die Du hin optimieren kannst, aber begrenzt: Ein Begriff (mit Unter-Keywords und  Alternativen) pro einzelner Seite.

Wenn Du zum Beispiel nur eine Angebotsseite hast, kannst Du diese Seite nur auf einen Suchbegriff hin optimieren. Plus einen für die Über-mich-Seite (meistens Dein Name und Deine Berufsbezeichnung, ggf noch mit Ort) und einen für die Startseite – wobei die Startseite auf einen Begriff hin zu optimieren oft schwierig ist, wenn Du mehrere verschiedene Angebote hast.

Da bietet sich ein Blog an, um die vielen Keywords und Begriffe, nach denen potenzielle KundInnen suchen könnten, in Artikeln gezielt abzudecken. Das ist auch die Antwort auf die Frage: „Was schreibe ich denn da?“

Du schreibst darüber, was Deinen KundInnen zu dem Problem, das Du mit Deiner Lösung beheben willst, an Fragen auf der Seele brennt.

Ziel 3: Deine Blogartikel sind Kommunikations-Aufhänger

Menschen kaufen selten nach dem ersten Kontakt – außer ihr Problem ist so brennend und der Erstkontakt immens überzeugend. Wenn wir persönliche Dienstleistungen verkaufen, braucht es oft einen langsamen Beziehungsaufbau, bis so viel Vertrauen entstanden ist, dass man Zeit und Geld zu investieren bereit ist.

Das heißt, Du trittst idealerweise immer wieder in Kontakt mit potenziellen LieblingskundInnen. Doch wie? Blogartikel liefern Dir dafür immer wieder Kommunikationsanker. Darüber kannst Du dann auf sozialen Medien oder in einem Newsletter schreiben – wenn Du einen hast: Sobald Du Blogartikel verfasst, ist es absolut sinnvoll, eine Newsletter-Liste aufzubauen. Das geht dann sogar relativ leicht, weil Du immer Content zur Verfügung hast.

Du hebst Dich von Deiner Konkurrenz ab

Gerade, wenn Du Leistungen in einem Bereich anbietest, wo Du viele Mitbewerber hast, stellen sich potenzielle KundInnen die Frage: Warum soll ich Dich wählen? Du kannst Deine Einzigartigkeit (und Du BIST einzigartig!) natürlich auf Deiner Website selbst gut darstellen. Auf einem Blog hast Du aber viel mehr Möglichkeiten, Dich und das, was Dich ausmacht, zu zeigen. Außerdem gibt es viele Bereiche, in denen die wenigsten Anbieter bloggen. Das verschafft Dir einen Vorteil auf Google. Denn Google rankt besser, je mehr Content eine Seite hat. Hier liest Du, wie Du mit Blog Content Marketing KundInnen gewinnst.

Unterstützt ein eigener Blog Deine Ziele?

Das ist die Frage, die Du Dir immer wieder stellen kannst: nicht nur am  Anfang Deines Business’, sondern jedes Jahr aufs Neue.

Welches Ziel hast Du mit Deiner Website?
Wo kommen Deine KundInnen jetzt gerade und in Zukunft her?
Ist ein Blog notwendig oder hilfreich, um KundInnen zu gewinnen?

Gerade am Business-Anfang höre ich von vielen KundInnen: Die Website ist hauptsächlich dazu da, um sich Menschen gegenüber sicht- und fühlbar zu machen, die über persönliche Kanäle und Empfehlungen kommen.

Viele meiner KundInnen haben zu Beginn gar nicht das Bedürfnis, über Google & Co oder über Soziale Medien KundInnen anzuziehen, sondern erhalten sie „offline“. Wenn Deine Website ausschließlich zum Ziel hat,

brauchst Du tatsächlich zu diesem Zeitpunkt keinen Blog. Das ist voll ok!

Ich lade Dich ein, diese Frage immer wieder zu überdenken. Denn Du wirst Dich mit Deinem Business weiterentwickeln.

Welche Alternativen gibt es zum eigenen Blog?

Denkst Du Dir gerade, diese Ziele, die Du mit Blog schreiben verfolgen könntest, wären schon reizvoll für Dich? Aber Du magst oder kannst einfach nicht schreiben?

Kein Problem: Es muss kein Blog sein. Um Content zu produzieren, der Dir Kommunikationsanker liefert und Dich als Person erlebbar macht, kannst Du genauso gut einen Youtube-Kanal starten oder einen Podcast sprechen. Der einzige Punkt ist:

Ohne geschriebenen Text findet Dich Google nicht.

Daher gilt auch bei Videos und Podcasts: Stelle daher eine Keyword-optimierte Beschreibung oder eine Transkription dazu ins Netz, wenn Du darüber online gefunden werden willst.

Um Beziehung aufzubauen, kannst Du natürlich auch ausschließlich über Facebook, LinkedIn, Pinterest etc. kommunizieren, auf Netzwerk-Treffen gehen oder Dich offline unter Deine KundInnen mischen, wo sie sich aufhalten. Bedenke nur: Social-Media-Inhalte sind flüchtig und helfen Deiner Google-Sichtbarkeit wenig.

Blog schreiben oder nicht: Was jetzt tun?

Zusammengefasst mein Tipp:

Überlege Dir gut, welche Ziele Du jetzt im Moment und welche Ziele Du in einem zweiten Schritt verfolgst. Überprüfe das in regelmäßigen Abständen.

Ein Blog kann Dich als Marketing-Instrument immens unterstützen, ist aber auch Arbeit. Denn ein Blog will regelmäßig bespielt werden, sonst schadet er Dir mehr als er nützt – sowohl bei Suchmaschinen als auch in den Augen Deiner InteressentInnen. Was regelmäßig ist, entscheidest Du! Du musst nicht wöchentlich bloggen. Hauptsache es tut sich immer wieder etwas und das passt zu Deinem Thema, Deiner Expertise.

Wenn Du gerne einen Blog hättest, um KundInnen zu gewinnen, findest Du sicher einen Weg. Wenn Du nicht selbst schreiben magst, oder Dir mit Deinen Texten unsicher bist: Du kannst sie Dir auch schreiben oder lektorieren lassen. Das schafft Dir Freiraum und gibt Dir Die Sicherheit, dass Deine Texte ihr Ziel erreichen, suchmaschinen-optimiert und fehlerfrei sind. Ich unterstütze Dich gerne dabei – auch so, dass Du mit der Zeit lernst, leichter für Dich selbst zu schreiben!

Ruf mich einfach an: Dann sprechen wir darüber, wie ich Dir einen eigenen Blog so einfach wie möglich machen kann.

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