Was ich daran liebe, mit Kundinnen Texte zu erarbeiten

Klar, ich schreibe gerne.

Weil es einfach ein cooles Gefühl ist, wenn Gedanken auf die Tastatur fließen und ich quasi dabei zu schauen kann, wenn sich in meinem Hirn Text formt. Oder wenn ich Texte von meinen Kundinnen überarbeite und ich wie magisch Absätze und Satzteile verschiebe, Sätze auseinandernehme und wieder neu zusammensetze, schale Wörter durch bildhaftere ersetze und am Ende ein Text herauskommt, der „zieht“.

Aber das ist nicht der Hauptgrund, warum …

…ich meine Arbeit so liebe!

Denn was mich wirklich zutiefst erfüllt, ist meinen Kundinnen bei ihrer Veränderung, ihrer “Transformation” zuzusehen. Denn Schreiben über sich selbst, über sein Angebot, Schreiben für Kundinnen, sich in diese hineinversetzen und dabei sich selbst zu erfahren und zu das zu zeigen, was man da erfährt – das ist Persönlichkeitsentwicklung pur. 

_Dabei sein, wenn Menschen wachsen.

Doch dass Frau sich auf eine Reise zu sich selbst begibt, wenn sie die oft lästige Aufgabe angeht, endlich die Texte für ihre Website zu schreiben – das weiß sie zu Beginn noch nicht. Sie hat eher Gedanken wie:

„Schreiben mochte ich schon in der Schule nicht“ (Ich übrigens auch nicht),

„Ich habe alles im Kopf, aber es will nicht auf die Tastatur.“ (Dann hast Du es noch nicht klar genug im Kopf, Sister!),

„Ich würde ja gerne endlich meine Texte schreiben, aber das ist so groß und ich weiß nicht wo ich anfangen soll!“ (Das ist ganz natürlich: Deine Mission ist ja auch nicht Texte für Webseiten schreiben, sondern Dein Herzensbusiness zum Laufen zu bringen und Menschen damit zu helfen).

Seine Website texten – eine Reise zu sich selbst.

Dass Texte übers eigene Business zu schreiben eine Reise wird, merkt Frau, wenn ich beginne ihr Fragen zu stellen. Jede Frau, mit der ich arbeite, erhält einen Katalog an Fragen, bevor wir anfangen zu schreiben. Da geht es nicht nur um ihr Angebot, im Gegenteil, das ist der kleinste Teil: Es geht um sie als Person, ihre Vision, wofür sie antritt, wofür sie brennt. Und es geht um ihre KundInnen – das ist der größte Teil.

Da kommen zum ersten Mal Sätze wie:

„Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht“.

„Cool, dass du mich das fragst, das macht es gerade voll spannend!

„Wow in die Schuhe meiner Kunden zu schlüpfen ist gar nicht so einfach wie ich dachte.“ (Ich kann dich beruhigen: Das ist das Allerschwierigste am Texten überhaupt.)

Ab und zu erlebe ich auch einen kleinen Widerstand: „Wozu will sie denn das alles wissen? Was interessiert meine Kundinnen, was ich in meiner Freizeit mache?“

Aber auch: „So genial, dass du mir diese Fragen stellst, sie bringen mich endlich dazu wirklich genau zu definieren, was ich für wen anbiete – auch wenn es mühsam ist.“

Von Chaos zu Klarheit, von Unsicherheit zu Stolz

Dann sprechen wir darüber. Frau erklärt mir in ihren Worten, wofür sie brennt, woher sie kommt und wo ihr Weg sie hinführen soll. Worte fließen nur so aus ihr heraus und mit jedem Satz spüre ich Begeisterung und ein leichtes Frühlingsgefühl. In diesem Workshop klären wir alles, was wir für die Website brauchen. Zweieinhalb Stunden später blicke ich in erleichtert lächelnde Gesichter. Die Transformation von „Chaos im Kopf“ zu „Jetzt habe ich einen Plan“ war erfolgreich.

Der nächste große Wachstumsschub kommt, wenn der erste Text steht; meistens eine Angebotsseite. Interessant ist: Ihre Gefühle sind unterschiedlich, je nachdem, ob sie selbst schreibt oder ich texte:

Kundinnen, die selbst schreiben, sind danach mega stolz auf sich selbst, yeah!

Kundinnen, für die ich schreibe, fühlen sich gesehen, wahrgenommen, berührt und zutiefst erleichtert. „Ja genau so bin ich!“ und „Das passt genau so für meine KundInnen.“

Der nächste Schritt im Wachstum ist die Über-mich-Seite. Dieser Text bringt viele zur Verzweiflung.
„Was sage ich, was nicht?“
„Was brauche ich um authentisch zu wirken, was ist zu privat?“
„Was interessiert die Menschen überhaupt?“ („Die Menschen“ ist völlig egal. Deine Lieblingskundinnen sind das Maß aller Dinge.)

Der Satz, der mich zur Über-mich-Seite am meisten beeindruckt hat, war: “Das kann ich nicht schreiben, was wenn das meine Schwiegermutter liest?”

Aus Ängsten herauswachsen

Es geht um darum, aus Ängsten herauszuwachsen: aus der Angst, peinlich mit ihrem Herzenswunsch oder ihrem Text zu wirken; aus der Angst vor abwertenden Reaktionen. Was sagen Freunde dazu, die Familie? Die sind oft die ersten, die begutachten, wie Frau sich sichtbar macht – lang vor ihren KundInnen. Wir sprechen darüber und finden ein Weg, damit umzugehen, sowohl textlich als auch mental. Oft reicht ein neuer Blickwinkel.

Wieder ein erleichtertes: „Ja, so mache ich das.“

Du zeigst Dich. Gefühlt nackt.

Was passiert, wenn wir Texte für die Homepage meiner Kundinnen entwickeln, ist:

Sie entwickelt in sich selbst Klarheit darüber, für wen sie was anbietet und was sie von sich selbst preisgeben soll und will.

Die größte persönliche Entwicklung, die durch das Schreiben und Online-Bringen der eigenen Texte passiert, ist das Gefühl, ein paar Schutzschichten und verschiedenen Rollen abzulegen. Denn offline können wir steuern, wem wir was von uns zeigen: Unser Partner erlebt uns anders als die Schwiegermutter und den KundInnen zeigen wir uns wieder ganz anders. Das wiederum sehen aber weder Freunde noch Familie. Wir spielen verschiedene Rollen für verschiedene Menschen.

Als eine Kundin ihren Text gelesen hatte, den ich für sie geschrieben hatte, e-mailte sie mir: „Ich finde ihn super, er beschreibt mich und meine Arbeit perfekt. Aber mein Mann war schockiert, der sagte: DAS machst du? SO arbeitest du? Da wurde mir klar: Er weiß im Grunde gar nicht, wie ich mit meinen KlientInnen genau arbeite.“

Das muss Frau erst mal aushalten.

Sich der Welt zu präsentieren, dazu gehört Mut.

Mut eine Entscheidung zu treffen, und dazu zu stehen. Zu sich selbst, seinen Wünschen.

Wenn meine Kundin den Mut hat, diese Entscheidung zu treffen, womit sie sich sichtbar macht, und sie durchzuziehen, dann wächst sie mit ihren Texten in ihre eigene Größe.

Wenn die Texte stehen, dann kommt der große Stolz und die unbändige Freude, einen Riesen-Schritt gegangen zu sein. (Manchmal braucht es ein, zwei, Abstimmungsrunden und Rückzieher, bis wir einen Weg gefunden haben, der für sie passt.)

Sie entwickelt Stolz darauf, was sie erschaffen hat – nicht nur auf ihre Texte, sondern darauf, was sie in oder mit ihrem Leben oder Dasein bis jetzt kreiert hat.

Eine Kundin schrieb mir neulich:

“Es ist, als ob ich meine berufliche Identität nun als Gesamtkunstwerk vor mir sehe .
Ich freue mich wirklich, ich habe gestern das Gefühl gehabt, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Nämlich den, nicht erklären zu müssen, wer ich bin und was ich tue, sondern…..“Schauen Sie sich das an, dann wissen Sie, wie ich arbeite!“.”

Diese Zeilen haben mich sehr berührt. Mit ihrer Website, dessen Kern ihre Texte sind, beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. Einer, auf den sie sich unbändig freut.

Was gibt es Schöneres, als Geburtshelferin für einen neuen Lebensabschnitt zu wirken? Menschen dabei zu unterstützen, dass sie ihre Vision ins Leben tragen können und wiederum damit Menschen helfen, ein Problem zu lösen oder sich einen Wunsch zu erfüllen?

Das alles macht unsere Welt ein kleines bisschen schöner – ich finde das WUNDER-voll. 

Céline Tüyeni. Texterin für Frauen, die mit ihrem Herzensbusiness Erfolg haben willen

Deine Texterin für Webseiten & Co aus Wien

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