Aktiv statt passiv schreiben: für lebendige Texte

aktiv statt passiv schreiben

Du hast vielleicht schon gelesen: Wenn Du an Deine Kundinnen schreibst, nutze besser die aktive Form anstatt die passive. Das macht Deinen Text lebendiger und baut leichter eine Beziehung zwischen Dir und Deinen Leserinnen auf.

Aber was bedeutet das überhaupt, aktiv statt passiv schreiben?

Wozu ist das gut?

Und: Klingt das nicht aufdringlich?

Gleich vorweg: nein!

Gehen wir ein wenig in die Tiefe, damit Du verstehst, wo der Unterschied zwischen aktiv und passiv liegt. Nicht nur in der grammatischen Form, sondern auch in der Botschaft, die Du dadurch aussendest und in dem Gefühl, das bei Deiner Leserin entsteht.

Grammatisch ist der Unterschied leicht erklärt:

Aktiv: Jemand tut etwas.

Passiv: Etwas wird getan. Etwas geschieht.

Damit ist der Satz vollständig und fertig. Aber Du siehst, eine Information fehlt: Der Jemand, der etwas tut.

In den meisten Fällen ist dieser Jemand: Du!

Bevor Du einen Text schreibst, stell Dir also diese Frage:

Wer tut wem was Gutes?

WER tut WEM was Gutes?

Warum ist diese Frage wichtig?

Du schreibst Content für Deine Leserinnen aus 2 Gründen:

1) Weil Du ihnen helfen möchtest.

2) Weil Du bei ihnen genau dafür im Gedächtnis bleiben willst. Sie sollen schließlich erfahren und lernen, dass DU die Person bist, zu der sie mit diesem spezifischen Problem kommen können, das DU löst.

Wenn Du die passive Form nutzt, steht der Leistungserbringer, also in dem Fall Du, aber nicht da.

Oft stellen wir aber das aktive Tun nicht als solches dar, sondern schreiben, was passiert. Dieses Passieren WIRD oft eben passiv geschrieben – also in der wird-Form. Dinge werden gemacht, Leistungen werden erbracht.

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Das klingt zum Beispiel so:

„Mit craniosacraler Behandlung werden Verspannungen gelöst.“

Wer sie löst, ist hier nicht angeführt. Dass Du die Expertin dafür bist, Verspannungen mit Deinen Methoden zu lösen, auch nicht.

Warum tut aber genau das Deinem Text nicht gut? Deine Leserinnen nehmen Deinen Text weniger als persönlich und anregend war. Du baust keine Beziehung zu ihnen auf; sie verbinden Dich nicht persönlich mit dieser Leistung. Dadurch verliert Dein Text an Energie und Wirkung.

Willst Du gleich damit starten, Deine Texte lebendiger und beziehungsorientierter zu gestalten? Und Dich damit authentisch in Szene setzen?

Dann starte mit dieser Aufgabe: Suche passive Verben und ersetze sie durch aktive.

Klingt eigentlich ganz einfach? Ist es auch!

Denk an das Credo: Es soll leicht gehen und darf Spaß machen!

Was genau ist der Unterschied im Zeitwort zwischen Aktiv und Passiv?

Damit Du noch besser verstehst, was aktiv und passiv bedeutet, hier eine Erklärung und ein Beispiel:

Aktiv: A tut etwas.
Passiv: B wird etwas (an)getan. B „erleidet“ etwas, deshalb wird das Passiv auch die Leideform genannt. Leiden soll aber niemand bei unseren Texten! Der Urheber der Handlung bleibt ungenannt.

Wie entlarvst Du Passiv?

Es versteckt sich in den Worten „wird“ oder „werden“ vor einem „Partizip“ – das ist die Form des Verbs, das meist mit ge-… abgewandelt wird. Also: gedreht, gemacht, gestaltet, gezeichnet. Aber auch entdeckt, entlarvt, behandelt, massiert etc.

Weißt Du was ich meine? Wenn Du Fragen dazu hast, schreib mir!

So ersetzt Du Passiv durch Aktiv:

Hier ein paar Beispiele:

Passiv: Die Schulter wurde eingerenkt.

Fragt sich nur: von wem?

Aktiv: Der Arzt hat die Schulter eingerenkt.

Passiv: In unserer Praxis wirst Du medizinisch und energetisch behandelt.

Wer tut denn das Gute?

Aktiv: Meine Kollegen und ich behandeln Dich in unserer Praxis medizinisch und energetisch.

Passiv: Bei Bedarf kann die Vereinbarung zu einem späteren Zeitpunkt verlängert bzw. angepasst werden.

Wer verhandelt neu? Der Leser oder die Leserin!

Aktiv: Bei Bedarf können Sie die Vereinbarung verlängern oder an die neue Situation anpassen.

Spürst Du, wie die Beispiele in Aktiv und Passiv unterschiedlich auf Dich wirken?

Noch ein Vorteil, wenn Du aktiv schreibst

Viele Menschen schreiben gerne in der passiven Form, weil es leichter geht: Denn da muss man nicht so genau darüber nachdenken, wer konkret was tut und was daraufhin der andere davon ganz spezifisch hat. Wir bleiben automatisch allgemeiner.

Aktive Sätze zu formulieren zwingt uns dazu, detailliert hinzuschauen: Was mache ich konkret? Was löst das wirklich aus? Nur so kannst Du ein Bild und ein Gefühl bei Deinen Leserinnen erzeugen. Aktive zu schreiben macht Deinen Text „fühliger“, persönlicher und nahbarer. Wir werden damit „bildhaft und konkret“ in unseren Texten – und erreichen dadurch unser Gegenüber im Innersten. Da, wo Du mit Deinem Text hin willst.

Suchst Du schon nach passiven Verben in Deinem Text?

Mein Tipp: Druck Dir Deinen aktuellen Text aus und scanne einfach nach den Worten „wird“ oder „werden“.

Aber Achtung: nicht mit der Zukunftsform des Verbs verwechseln! Z. B.: Ich WERDE spazieren gehen.

Ich wünsch‘ Dir viel Spaß bei der Suche und schnelle, kleine Erfolgserlebnisse! Du wirst spüren, wie sich dadurch Dein Text verändert, wie er persönlicher und empathischer wird.

Hast Du Fragen zu Deinem Text? Schreib mir gerne direkt hier rein in die Kommentare.

Deine Website-Texterin und Text-Coachin aus Wien,

Céline Tüyeni. Website-Texter aus Wien

 

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Grüß Dich! Ich bin Céline, Web-Texterin für Herzensbusiness-Frauen wie Dich.

Website-Texte schreiben Mag. Celine Tüyeni

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