Einen richtig guten Blogartikel schreiben? In 3 Phasen zum Ziel!

Gute Blogartikel: In 3 Phasen zum Ziel!

Vor Dir das weiße Blatt. Plötzlich ist Dein Hirn wie leergefegt. Dabei weißt Du doch, worüber Du schreiben willst! Oder sprudelst Du gerade vor Ideen über, und weißt gar nicht, wo Du anfangen sollst?

Glaub mir: Beides ist ganz normal. Und passiert oft, wenn Du einfach drauflos Deinen Blogartikel schreiben willst. 

Deshalb empfehle ich Dir: Teile Dir das Schreiben Deines Blogartikels in Phasen auf.

Phase 1: Bereite Dich auf das Schreiben Deines Blogbeitrags gründlich vor.

Phase 2: Schreibe Deinen Blogbeitrag in einem Guss.

Phase 3: Überarbeite Deinen Blogartikel nach einer Pause.

Ich zeige Dir jetzt Schritt für Schritt, wie Du das angehst. Damit Du Dich nicht verzettelst.

(Und falls Dich doch die eine Schreibblockade packt: Hier findest Du 23+2 Tipps gegen Schreibblockaden)

Vorher klären wir noch „Was ist überhaupt ein guter Blogbeitrag?“. Damit Du das Ziel kennst.

Was ist ein guter Blogartikel?

Ein guter Blogartikel ist einer, der von Deiner Zielgruppe entdeckt und gelesen wird, weil er ein Problem Deiner Zielgruppe löst oder einen Wunsch befriedigt. Sie liest ihn am besten bis zum Schluss, und tut dann das, was Du möchtest. (Noch unsicher, ob Du überhaupt einen Blog brauchst? Hier liest Du im Detail, welche Ziele ein eigener Blog haben kann und ob Dir ein Blog dient.)

So weit, so klar und einfach. Doch wie schreibst Du einen solchen Blogartikel? Ohne dass Dein Gehirn entweder komplett leer erscheint oder übersprudelt?

Phase 1: Du bereitest Dich auf das Schreiben Deines Blogbeitrags vor

In beiden Fällen wirken ein paar gezielte Fragen Wunder. Diese Fragen helfen Dir dabei, Deinen Blogartikel so vorzubereiten, dass Du ihn gezielt schreiben kannst. Hast Du diese Fragen erst einmal beantwortet, brauchst Du weder die Angst zu haben, dass Dir nichts Passendes einfällt, noch, dass Du den Fokus verlierst und Dich in Unmengen an Ideen verzettelst.

Ich zeige Dir die Fragen anhand eines konkreten Beispiels und mögliche Antworten als Inspiration.

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Warum ist Fragen beantworten besser als Blogartikel drauflos schreiben?

Fragen helfen Dir, den Fokus in Deinem Blogartikel zu halten und einen gut strukturierten Aufbau zu schaffen. Mit diesen Fragen erarbeitest Du Dir ein Konzept, das Du dann als Skelett für den Aufbau Deines Artikels verwendest.

Klingt das gerade eher anstrengend als leicht? Sagen wir so: Einfach drauflosschreiben, ist für manche Menschen leichter. Aber dann kommt die Arbeit hinterher: Im Nachhinein strukturieren und gliedern, also den Text für Deine Leserinnen verdaubar machen, ist schwierig und tatsächlich anstrengend.

Mein Tipp: Geh lieber vorher in Dich und beantworte Dir diese Fragen.

Diese 3 Fragen helfen Dir, Deinen Blogartikel vorzubereiten

Ich gehe davon aus, dass Du bereits ein Thema hast, über das Du Deinen Artikel schreiben willst. Wenn nicht, google nach „Blogartikel Ideen“, da findest Du ganz viele Anregungen.

Also, Thema steht. Nehmen wir ein Beispiel: „Die Mondphasen und wie sie auf Deinen Körper wirken.“* Lass uns die Fragen stellen und beantworten:

Frage Nr. 1 ist die aller-aller-wichtigste, ohne deren Antwort(en) Du nie starten solltest, zu schreiben!

Frage Nr. 1: Was ist Dein Ziel und was sollen Deine Kundinnen tun?

Ok, das sind 2 Fragen. 😉 Aber sie hängen eng zusammen. Dröseln wir sie auf:

1) Was ist Dein persönliches Ziel mit diesem Artikel?

Zum Beispiel:

  • Ich will mich als Expertin zum Thema Mondphasen positionieren.
  • Ich will, dass meine Leserinnen mich und meine Herangehensweise sympathisch finden.
  • Ich will einführen und Lust aufs Thema machen.
  • Ich will damit mein gratis Webinar „Die Mondphasen und Du“ bekannt machen.
  • Ich will am Ende auf einen Kurs/Ein Programm verkaufen.
  • Etc…

Natürlich kannst Du auch mehr als 1 Ziel verfolgen, solange sie einander ergänzen. Zum Beispiel Dich positionieren und Dich sympathisch machen. Oder Dich sympatisch machen und das Thema vorstellen. Oder Dich als Expertin positionieren und verkaufen.

2) Was willst Du, dass Deine Leser:innen am Ende des Artikels wissen oder TUN?

Das muss natürlich Dein persönliches Ziel stützen!

Zum Beispiel:

  • Sie emotionalisieren: einen Gedanken fassen („Kann es sein, dass der Mond sich WIRKLICH auf meinen Energiehaushalt auswirkt?“), sich freuen („Endlich weiss ich, warum ich bei Neumond immer so müde bin?“), berühren…
  • Den Artikel teilen: Das ist meist die Folge von emotionalem Nutzen, d.h. Freude, Erleichterung, Aha-Erlebnis, Klarheit, Herzchen-Gefühl…
  • Kaufen: Davon gibt es verschiedene Varianten:
    1. Sich zum Newsletter anmelden: „Mehr über Mondphasen erfahren wollen“. (Sie „kaufen“ mit ihrer E-Mail-Adresse.)
    2. Ein Freebie herunterladen (kann mit Anmeldung zum Newsletter zusammenhängen): „So verstehst Du Mondphasen richtig“. Auch ein Freebie herunterladen ist Verkauf, denn das kostet Anstrengung und Zeit.
    3. Dich kontaktieren: „In einem persönlichen Gespräch erkläre ich Dir, wie Du die Mondphasen für Dich am besten nutzt.“
    4. Direkt in den Shop gehen: E-Book kaufen oder Programm buchen.

Sobald Du diese Ziele klar am Papier hast (nicht nur angedacht im Kopf), weißt Du, wo Du am Ende Deines Blogartikels landen willst. Das ist schon die halbe Miete für Deinen Blogeintrag.

Frage Nr. 2: Wer genau soll diesen Blogartikel lesen?

Bevor Du drauflos schreibst, ist es immer erleichternd, wenn Du das Thema mit Deiner imaginären Lieblingskundin besprichst. Mehr dazu im Artikel „Mit wem genau sprichst Du?“.

Jetzt lade ich Dich ein, Dir ein paar Gedanken darüber zu machen, wie diese Person tickt. Davon hängt nämlich ab, was genau Du an Inhalt in Deinen Text hineinschreibst.

  • Was weiß die Person schon zu dem Thema, wenn sie Deinen Artikel liest? Beginnst Du bei Null oder gehst Du von Vorwissen aus? Wenn Du von Null ausgehst, kannst Du vielleicht bei Vollmond, Neumond und 4 Wochen beginnen. Wenn Du Leserinnen hast, die dabei zu gähnen beginnen, musst Du spezifischer ins Thema eintauchen.
  • Welche Probleme oder Bedürfnisse hat die Person im Zusammenhang mit diesem Thema? Auf Mondphasen bezogen, könnte ich mir vorstellen: „Mal mehr, mal weniger Energie – woran liegt das? Wann Haare schneiden, wann Baum pflanzen? Warum habe ich manchmal Kopfschmerzen und mal nicht – ich erkenne keine Ursache?“
  • Welche Lösungen oder Ideen hast Du dazu anzubieten?Z. B. „Notiere in einem Mondtagebuch, wie Du Dich fühlst und lerne Dich selbst besser kennen. Dann trifft Dich die Müdigkeit nicht überraschend und Du kannst den Tag von vornherein anders planen.“Daraus ergibt sich der ganz konkrete Nutzen für Deine Leserinnen.
  • Welche Einwände könnte sie haben? Das ist ein wichtiges Thema, sobald Dein Ziel Verkauf ist: Je teurer Deine Leistung, desto wichtiger! Denn diese Einwände kannst Du gleich vorweg entkräften und damit glasklar überzeugen. Einwände wie: „Bei mir wirkt das nicht.“ „Toll, aber dafür habe ich zu wenig Zeit.“ „Das kostet aber schon viel“. Du kennst Deine Kund:innen ja sicher ein wenig, da fallen Dir bestimmt Einwände und Gegenargumente ein!
  • Wenn sich die Person sonst aus Deinem Blogartikel nichts mitnimmt: Welche 1 Aussage (oder welchen Tipp) soll sie sich merken? Den streichst Du stark hervor, mit bildhafter Sprache und Gefühl (und spezieller Formatierung).

Frage Nr. 3: Welche Deiner Inhalte führen diese Lieblingsperson zu ihrem und damit Dich zu Deinem Ziel?

Wenn du die Fragen Nr. 1 und Nr. 2 beantwortet hast, weißt Du

  1. was Du erreichen willst
  2. wen Du adressierst,
  3. welche Inhalte Du dieser Person genau mitgeben möchtest.

Im nächsten Schritt filterst und sortierst Du die Antworten auf diese Fragen. Daraus bekommst Du schon Hinweise darauf, die Du Deinen Blogartikel strukturierst und aufbaust.

Mit diesen sortierten Inhalten und dem Ziel, auf das Du Deine Leserinnen hinführst, hast Du jetzt Skelett und Fleisch für Deinen Text zusammen. Damit kannst Du jetzt beginnen, einen guten und spannenden Blogartikel schreiben.

Phase 2: Einen spannenden Blogeintrag schreiben

Wenn Du Dich jetzt an die Tasten setzt, hast Du einen klaren Plan, an den Du Dich halten kannst. Das ist der wichtigste Schritt, um komplette Leere oder Chaos im Kopf zu vermeiden.

Dir ist der logische Aufbau Deines Blogartikels noch nicht klar? Dann klick noch in den verlinkten Artikel. Hier zeige ich Dir, wie Du Deinen Text idealtypisch strukturierst. Du lernst, welche Kniffe Du anwendest, damit Du Leserinnen auch wirklich im Text hältst und sie die Botschaft mitnehmen.  

Ich empfehle Dir jetzt: Verfasse eine knackige und klare Überschrift, die verspricht, was Dein Text hält. Versetze Dich in ein Gespräch mit Deiner Lieblingskundin. Und dann schreib Deinen Artikel, wie in einem persönlichen Gespräch – dem logischen Aufbau entsprechend. 

Kümmere Dich dabei noch nicht um Formulierungen und Phrasen. Schreib einfach „wie Dir der Schnabel gewachsen ist“ und hantle Dich dabei entlang der Struktur entlang, die Du in Phase 1 festgelegt hast.

Fertig ist der Rohtext Deines Blogartikels!

Mach jetzt eine Pause. Am besten, Du schläfst darüber.

Dann kommt Phase 3.

Phase 3: Überarbeite Deinen Text nach allen Regeln der Schreibkunst.

Damit der Inhalt Deines Blogartikels auch gelesen und „verdaut“ wird, darfst Du ihn auch sprachlich möglichst klar und einfach aufbauen.

Denk immer daran: Ich mache es meinen Leserinnen leicht!

Deshalb empfehle ich Dir, Deinen Artikel nach einfachen Regeln zu überarbeiten. Nimm Dir eine nach der anderen her und geh Deinen Text durch.

Es gibt „Schreibregeln“ auf verschieden Ebenen:

1) Auf Wortebene

2) Auf Satzebene

3) Auf Absatz-Ebene

4) Auf Text-Ebene

Hier ist eine Liste mit den wichtigsten Regeln. In den verlinkten Artikeln findest Du dazu mehr Information:

  1. Auf Wortebene: Verwende einfache Wörter.
  2. Auf Satzebene: Gib jedem Satz nur eine Aussage. Sobald Du ein UND im Satz hast, ist es verdächtig. Dort kannst Du oft teilen. Idealerweise hat ein Satz 5-15 Wörter.
  3. Auf Absatz-Ebene gilt: Nur ein Gedanke pro Absatz. Sobald Du einen neuen Gedanken oder Aspekt beschreibst, kommt ein neuer Absatz. Faustregel: max. 5 – 7 Zeilen pro Absatz.
  4. Auf Text-Ebene: Gliedere logisch mit Überschriften: Das Leser:innen-Auge mag leichte, gut gegliederte Texte, die es überfliegen kann.
  5. Füge nach maximal 3 Absätzen eine „sprechende“ Überschrift ein, die die Gedanken der folgenden Absätze knackig zusammenfasst oder neugierig auf mehr macht. Die Überschriften sollten die „Story“ Deines Artikels erzählen.
  6. Verwende Aufzählungszeichen für eine Auflistung wichtiger Inhalte. Die sind leichter zu erfassen als Fließtext.
  7. Fließtext wird leichter lesbar, wenn Du Wichtiges fett markierst: So, dass das Auge darüber fliegen kann und die Botschaft erkennt, wenn es nur fett liest (Scannen). Dabei gilt: maximal 1-3 Wörter fett machen. Sonst ist der Effekt weg!

Zusammengefasst: In Phasen schreiben sich Blogeinträge leichter!

Wenn Du Dir das Projekt „Blogbeitrag schreiben“ vornimmst, teile es von Beginn an in die 3 Phasen ein. Dadurch vermeidest Du Schreibblockaden und das Überfordert-Gefühl. Im Gegenteil, Dein Text kann entlang einer Struktur ungehindert aus Dir herausfließen.

Lass Dich dabei nicht von der Suche nach schönen Formulierungen hemmen! Die kannst Du in Phase 3 immer noch ergänzen oder ersetzen!

Plane Dir jeweils Zeitslots an zwei oder 3 Tagen für das Verfassen eines Blogeintrags ein – so bekommst Du ihn sicher und stressfrei über die Tastatur auf Deinen Blog!

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Ich wünsche Dir viel Freude beim Schreiben Deines nächsten Blogartikels!

Deine Website-Texterin und Text-Coachin aus Wien,

Céline Tüyeni. Texterin für Frauen, die mit ihrem Herzensbusiness Erfolg haben willen

P. S.*Ich bin keine Expertin für Mondphasen, ganz im Gegenteil. Das dient nur als anschauliches Beispiel. Sollte ich damit inhaltlich nicht ganz ins Schwarze getroffen haben, entschuldige bitte. 😉

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Website-Texte schreiben Mag. Celine Tüyeni

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